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Narzisstischer Chef: erkennen, aushalten und wissen, wann Du gehst

Leerer Besprechungsraum, Abendsonne faellt in harten Streifen durch die Jalousien auf den Tisch

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Vorab – der narzisstische Chef oder die narzisstische Chefin ist das Thema dieses Artikels. Ich bin weder Psychologe noch Therapeut. Was Du gleich liest, basiert auf etablierter Forschung, ergänzt durch eigene Erfahrung. Ich war selbst in einer Situation, in der vieles von dem stattfand, worüber ich hier schreibe. Das war der Auslöser, mich intensiv mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Seitdem habe ich mit vielen Betroffenen gesprochen und festgestellt, wie erschreckend ähnlich die Muster sind. Keine Ferndiagnose. Sondern Klarheit.

Sonntagabend, halb acht. Der Film läuft, aber Du bist nicht dabei. Du bist schon im Montag.

Du gehst im Kopf durch, wer morgen in welcher Laune sein wird. Du überlegst, wie Du die eine Mail formulierst, damit sie nicht falsch ankommt. Und irgendwann fragst Du Dich, wann genau ein Job angefangen hat, sich so anzufühlen.

Das Schwierige daran: Von aussen sieht alles normal aus. Es gibt kein Brüllen, keine Kündigung, keinen Vorfall, den Du erzählen könntest. Es gibt nur einen Zustand.

Wenn Du das kennst, geht es in diesem Artikel um Dich.

1. Woran Du einen narzisstischen Chef erkennst

Vorweg, weil es wichtig ist: Es geht hier nicht um Diagnosen. Kein Mensch kann von aussen eine Persönlichkeitsstörung feststellen, und für Deinen Alltag ist das auch zweitrangig. Entscheidend ist das Muster, nicht das Etikett.

Diese Punkte tauchen fast immer zusammen auf.

Kritik wird als Angriff behandelt. Ein sachlicher Einwand in einer Besprechung führt nicht zu einer Diskussion, sondern zu einer Reaktion. Manchmal sofort, oft erst Tage später, in Form von Kälte oder plötzlich veränderten Zuständigkeiten.

Erfolge wandern nach oben, Fehler nach unten. Dein Projekt heisst in der Geschäftsleitung „mein Projekt”. Läuft etwas schief, war es Deine eigenständige Entscheidung.

Lob ist eine Währung, kein Feedback. Es kommt nicht dann, wenn etwas gut war, sondern dann, wenn es etwas bewirken soll. Und es kann von einem Tag auf den anderen verschwinden.

Die Stimmung bestimmt den Tag des ganzen Teams. Alle wissen morgens innerhalb von zehn Minuten, welche Version heute im Haus ist. Diese kollektive Wetterbeobachtung ist eines der zuverlässigsten Zeichen überhaupt.

Nach oben charmant, nach unten anders. Für Vorgesetzte und Kunden ist die Person zugewandt, humorvoll, souverän. Genau deshalb glaubt Dir später niemand.

Es gibt Lieblinge, und sie wechseln. Wer gerade oben steht, bekommt Zugang und Informationen. Der Wechsel kommt ohne Vorwarnung.

Das verlässlichste Zeichen ist nicht ein einzelner Vorfall. Es ist, dass ein ganzes Team gelernt hat, morgens erst die Stimmung zu prüfen und dann den Kalender.

2. Die Muster im Arbeitsalltag

Die verschobene Zielmarke. Du lieferst, was besprochen war. Danach war es doch etwas anderes. Nicht laut, sondern beiläufig: „Ich dachte, das wäre selbstverständlich gewesen.” Wer das über Monate erlebt, hört auf, sich auf Absprachen zu verlassen.

Die öffentliche Kleinigkeit. Kritik kommt selten unter vier Augen. Sie kommt als Nebensatz im Meeting, verpackt in Humor. Wer sich wehrt, gilt als humorlos.

Der Wettbewerb im Team. Informationen werden ungleich verteilt, Aufgaben doppelt vergeben, Vergleiche gezogen. Das nennt man Triangulation, und es sorgt dafür, dass sich das Team nicht verbündet, sondern sich gegenseitig beobachtet.

Die Verfügbarkeit. Nachrichten am Wochenende, spät abends, im Urlaub. Selten als Anweisung. Meistens als Erwartung, die nie ausgesprochen wurde und trotzdem alle kennen.

Wenn Dir diese Umkehrung bekannt vorkommt, dass am Ende immer Du derjenige bist, der sich erklären muss: Genau das beschreibt DARVO, die Täter-Opfer-Umkehr. Sie funktioniert im Büro genauso wie in einer Beziehung.

Wie unspektakulär das im Alltag aussieht, zeigen zwei Schilderungen, die ich fast wortgleich mehrfach gehört habe.

„Ich habe drei Wochen an der Präsentation gesessen. Er hat sie gehalten. Danach kam er zu mir und sagte: ‚Lief gut, oder? Ich hab noch einiges geradegezogen.‘ Ich habe mich bedankt. Ich weiss bis heute nicht, warum ich mich bedankt habe.”

„Meine Chefin hat mich vor dem ganzen Team gelobt, in einer Woche, in der ich nichts Besonderes gemacht hatte. Zwei Wochen später hat sie in derselben Runde gesagt, sie sei ‚überrascht, wie lange manche für einfache Dinge brauchen‘, und dabei niemanden angesehen. Alle wussten, wer gemeint war.”

Kein Vorfall. Nichts, was man melden könnte. Und trotzdem funktioniert es.

3. Warum es so schwer zu benennen ist

Der Grund, warum so viele Betroffene an sich selbst zweifeln, liegt in der Beweislage.

Es gibt keinen Vorfall. Es gibt fünfzig Kleinigkeiten, von denen jede einzelne lächerlich klingt, sobald man sie ausspricht. „Er hat mich in der Besprechung unterbrochen.” „Sie hat meine Mail drei Tage nicht beantwortet und dann so getan, als hätte ich nie geschrieben.”

Erzähl das der Personalabteilung. Du hörst zwei Sätze: „Da müssten Sie schon konkreter werden” und „Haben Sie das mal direkt angesprochen?”

Dazu kommt das Statusgefälle. In einer Partnerschaft sind zwei Erwachsene formal gleichgestellt. Im Job hat eine Seite Macht über Deine Beurteilung, Deine Aufgaben und Dein Einkommen. Das verändert alles, auch Deine Fähigkeit, klar zu denken.

Zwei Haende ruhen nachts in einem dunklen Buero auf einer Tastatur, nur der Bildschirm leuchtet
Die dritte Fassung derselben Mail. Um kurz vor zehn.

4. Was es mit Dir macht

Die Reihenfolge ist bei fast allen gleich.

Zuerst arbeitest Du mehr. Wenn Kritik unberechenbar ist, versuchst Du, sie durch Perfektion zu verhindern. Das funktioniert eine Weile.

Dann fängst Du an, Dich abzusichern. Du schreibst Gesprächsnotizen, setzt Menschen in Kopie, formulierst Mails dreimal um. Das kostet mehr Energie als die eigentliche Arbeit.

Dann kommt der Zweifel. Vielleicht bist Du wirklich zu empfindlich. Vielleicht war das früher auch schon so und Du hast es nur besser weggesteckt.

Und irgendwann verschiebt sich etwas ins Private. Schlecht schlafen am Sonntag. Gereiztheit zu Hause. Das Gefühl, dass der Job mehr Platz einnimmt als das Leben drumherum.

Wenn Du das gerade fühlst …Du liest das und denkst, so schlimm ist es bei Dir gar nicht, Du bist nur gerade müde. Prüf einen einzigen Punkt: Wie viele Stunden Deiner Woche verbringst Du damit, an diese Person zu denken, obwohl Du gar nicht arbeitest? Diese Zahl ist ehrlicher als jede Selbsteinschätzung.

5. Wenn Kollegen zu Werkzeugen werden

Eine Sache überrascht viele: Der Druck kommt oft gar nicht direkt von oben, sondern über Kolleginnen und Kollegen.

„Er hat gesagt, Du wärst mit dem Bericht im Verzug, stimmt das?” „Sie macht sich Sorgen, dass Du überfordert bist.” „Ich soll Dich mal fragen, ob alles in Ordnung ist.”

Diese Menschen sind selten Mittäter. Sie haben eine Version gehört und geben sie weiter, oft im festen Glauben, zu helfen. In der Sache ist es dasselbe Muster wie im Privaten, ich habe es hier ausführlich beschrieben: Flying Monkeys und wie das System funktioniert.

Für den Arbeitsalltag heisst das vor allem eins: Was Du einer Kollegin im Vertrauen erzählst, kann über Umwege ankommen. Nicht aus Verrat, sondern weil sich Menschen in Machtgefällen absichern.

6. Was funktioniert, solange Du bleibst

Schriftlich, immer. Nach jeder mündlichen Absprache eine kurze Mail: „Kurz zur Sicherheit, wie besprochen mache ich X bis Freitag.” Freundlich, sachlich, ohne Unterton. Das ist der wirksamste einzelne Schritt, weil er die verschobene Zielmarke unmöglich macht.

Dokumentieren, unaufgeregt. Datum, Anlass, Wortlaut, wer dabei war. Privat gespeichert, nicht auf dem Firmenrechner. Nicht als Waffe, sondern weil Dein Gedächtnis nach Monaten in so einer Umgebung nicht mehr zuverlässig ist.

Emotional wenig Angriffsfläche bieten. Sachlich bleiben, kurz antworten, keine persönlichen Informationen liefern. Das ist die berufliche Variante der Grey-Rock-Methode. Wichtig: freundlich bleiben, nicht kalt. Kälte wird als Angriff gelesen und erzeugt genau die Eskalation, die Du vermeiden willst.

Erfolge sichtbar machen, ohne zu konkurrieren. Zwischenstände breiter teilen, Ergebnisse dort zeigen, wo andere sie sehen. Nicht als Rebellion, sondern als Normalzustand.

Verbündete ausserhalb der Abteilung. Menschen in anderen Bereichen sind weniger im Wetterbericht gefangen und können Dir sagen, ob Deine Wahrnehmung stimmt.

Und das Wichtigste: einen Ausgang bauen. Lebenslauf aktuell halten, Netzwerk pflegen, finanzielle Rücklage aufbauen. Nicht, weil Du morgen gehst. Sondern weil sich alles ändert, sobald Bleiben eine Entscheidung ist und kein Zwang.

7. Was Du besser lässt

Die offene Konfrontation im Meeting. Sie ist emotional befriedigend und praktisch fast immer teuer. Öffentliche Kränkung erzeugt in diesem Muster keine Einsicht, sondern Vergeltung.

Die Beschwerde ohne Belege. Wer ohne Dokumentation zur Personalabteilung geht, erzeugt oft nur eines: Die Führungskraft erfährt davon, und Du hast Deine Position verschlechtert. Erst sammeln, dann sprechen.

Die Hoffnung auf Einsicht. Das lange klärende Gespräch, in dem Du erklärst, wie es Dir geht, wirkt bei kooperativen Menschen Wunder und in diesem Muster fast nie. Es liefert vor allem eine Landkarte Deiner wunden Punkte.

Die Gegenkampagne im Team. Zwei Menschen, die übereinander reden, sehen von aussen gleich aus, und in diesem Spiel hat die Person mit der Macht die besseren Karten.

8. Wenn es rechtlich wird

Ein narzisstischer Führungsstil ist kein Straftatbestand. Trotzdem gibt es Grenzen, die auch arbeitsrechtlich relevant sind.

Arbeitgeber haben eine Fürsorgepflicht gegenüber Beschäftigten, die sich aus dem Arbeitsvertrag ergibt. Dazu gehört der Schutz vor Verhalten, das die Gesundheit gefährdet. Wo systematische Herabsetzung über längere Zeit stattfindet, spricht man von Mobbing, und dafür gibt es Rechtsprechung, auch wenn es keinen eigenen Paragrafen gibt.

Wenn es einen Betriebsrat gibt, hast Du ein Beschwerderecht nach dem Betriebsverfassungsgesetz. Der Betriebsrat ist zur Vertraulichkeit verpflichtet und oft die klügere erste Adresse als die Personalabteilung, die dem Unternehmen verpflichtet ist.

Kommen Herabsetzungen wegen Geschlecht, Alter, Herkunft, Religion oder Behinderung dazu, greift zusätzlich das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, und dort gelten kurze Fristen für die Geltendmachung.

In Österreich und der Schweiz existieren vergleichbare Fürsorge- und Schutzpflichten mit anderen Bezeichnungen.

Das ist keine Rechtsberatung, dafür brauchst Du jemanden mit Zulassung, und viele Rechtsschutzversicherungen decken eine Erstberatung ab. Es ist eine Orientierung, damit Du weisst, dass es mehr gibt als aushalten oder kündigen.

Eine Hand haelt einen Regenschirm vor dem Eingang eines Buerogebaeudes an einem grauen Morgen
Bleiben wird erträglicher, sobald es eine Entscheidung ist und kein Zwang.

9. Wann gehen die richtige Antwort ist

Ich halte nichts von dem Ratschlag, immer sofort zu kündigen. Die meisten Menschen können das finanziell nicht, und ein überstürzter Wechsel ist selten die bessere Situation.

Es gibt aber drei Punkte, an denen ich es für die vernünftigste Entscheidung halte.

Wenn Dein Körper mitspricht. Schlafstörungen über Wochen, Magenprobleme, Herzrasen vor Besprechungen. Der Körper ist bei diesem Thema meist ehrlicher und schneller als der Kopf.

Wenn das Umfeld die Veränderung sieht. Wenn Menschen zu Hause sagen, dass Du ein anderer Mensch geworden bist, ist das eine Aussenmessung. Sie ist zuverlässiger als Deine eigene, die längst mitverschoben wurde.

Wenn nach oben klar ist, dass sich nichts ändert. Viele halten durch in der Erwartung, dass irgendwann jemand eingreift. Wenn die Person über Jahre gedeckt wird oder selbst an der Spitze steht, wartest Du auf ein Ereignis, das nicht kommt.

Woran Du erkennst, dass es nicht nur ein anstrengender Chef ist:

  • Das ganze Team prüft morgens zuerst die Stimmung und dann die Aufgaben.
  • Absprachen gelten im Nachhinein anders, ohne dass jemand das benennt.
  • Deine Ergebnisse werden nach oben als fremde Leistung dargestellt.
  • Du formulierst einfache Mails mehrfach um, bevor Du sie abschickst.
  • Kolleginnen und Kollegen richten Dir Dinge aus, statt dass sie direkt gesagt werden.
  • Du denkst am Wochenende regelmässig an diese Person, ohne zu arbeiten.

10. Die Frage, die Du im nächsten Vorstellungsgespräch stellen solltest

Wer einmal in so einer Konstellation war, hat verständlicherweise Angst, direkt in die nächste zu geraten. Sie ist von aussen tatsächlich schwer zu erkennen, denn charmant ist diese Art von Führungskraft im Erstkontakt fast immer.

Es gibt trotzdem ein paar Fragen, die erstaunlich viel verraten.

„Wie lange sind die Menschen im Team im Schnitt schon dabei?” Hohe Fluktuation in einer einzelnen Abteilung ist das ehrlichste Signal, das es gibt, und die Antwort lässt sich schwer schönen.

„Was ist zuletzt schiefgelaufen, und wie ist das Team damit umgegangen?” Achte weniger auf den Inhalt als darauf, ob überhaupt jemand genannt wird, bei dem der Fehler lag. Wenn die Antwort eine Person benennt, die nicht mehr da ist, hast Du Deine Information.

„Darf ich mit jemandem aus dem Team sprechen, bevor ich zusage?” Die Reaktion auf diese Frage ist aufschlussreicher als jede Antwort darauf. Souveräne Führung findet das normal.

Und ganz praktisch: Schau Dir an, wie die Person mit Menschen umgeht, die ihr nichts nützen. Mit dem Empfang, mit der Servicekraft, mit der Person, die den Beamer anschliesst. Diese dreissig Sekunden sagen mehr als das ganze Gespräch.

Du bist nicht verrückt

Du bist nicht zu empfindlich, und Du bist auch nicht schlechter geworden in Deinem Beruf.

Du arbeitest in einer Umgebung, in der ein Teil Deiner Energie dauerhaft für etwas draufgeht, das mit der Arbeit nichts zu tun hat. Dass Dir dann weniger für die Arbeit selbst bleibt, ist keine Schwäche, sondern Mathematik.

Und das Wichtigste: Dass niemand sonst etwas sagt, ist kein Gegenbeweis. In Machtgefällen schweigen Menschen, und sie schweigen umso mehr, je abhängiger sie sind. Schweigen ist ein Hinweis auf die Verhältnisse, nicht auf die Wahrheit.

Mehr dazu im Buch „Du bist nicht verrückt”, das ich gerade schreibe.

Pass gut auf Dich auf.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Woran erkenne ich einen narzisstischen Chef?

An einem Bündel von Mustern statt an einem Vorfall: Kritik wird als Angriff behandelt, Erfolge wandern nach oben und Fehler nach unten, Lob wird als Steuerungsmittel eingesetzt, die Tagesstimmung bestimmt das ganze Team, und nach oben wirkt die Person deutlich anders als nach unten.

Wie gehe ich mit einem narzisstischen Chef um?

Absprachen freundlich schriftlich bestätigen, sachlich und knapp kommunizieren, wenig Persönliches preisgeben, Ergebnisse breiter sichtbar machen und Verbündete ausserhalb der eigenen Abteilung suchen. Und parallel einen Ausgang aufbauen, damit Bleiben eine Entscheidung wird.

Soll ich meinen narzisstischen Chef zur Rede stellen?

Ein offenes klärendes Gespräch bringt bei diesem Muster selten Einsicht und liefert oft nur Angriffsfläche. Eine Konfrontation vor anderen ist fast immer teuer. Wirksamer ist die stille, konsequente Absicherung im Alltag.

Wann sollte ich kündigen?

Wenn der Körper über Wochen reagiert, wenn Menschen in Deinem Umfeld eine Veränderung an Dir bemerken, oder wenn klar ist, dass die Person von oben gedeckt wird. Bis dahin gilt: erst den Ausgang bauen, dann gehen.

Kann ich mich beim Betriebsrat oder rechtlich wehren?

Ja. Es gibt ein Beschwerderecht, der Arbeitgeber hat eine Fürsorgepflicht, und bei systematischer Herabsetzung greift die Rechtsprechung zu Mobbing. Wichtig ist die Reihenfolge: erst dokumentieren, dann sprechen. Für die Einschätzung Deines Falls brauchst Du anwaltliche Beratung.

Was mache ich, wenn Kollegen mir Dinge ausrichten?

Freundlich, kurz und ohne Inhalt antworten, etwa: „Danke, das kläre ich direkt.” Vor allem keine vertraulichen Einschätzungen weitergeben, denn in Machtgefällen sichern sich Menschen ab, und Informationen wandern.

Quellen und weiterführende Literatur

  • Reinhard Haller: Die Narzissmusfalle. Anleitung zur Menschen- und Selbstkenntnis, Ecowin, Salzburg.
  • Bärbel Wardetzki: Kränkung am Arbeitsplatz. Strategien gegen Missachtung, Gerede und Mobbing, dtv, München.
  • Rainer Sachse: Persönlichkeitsstörungen verstehen. Zum Umgang mit schwierigen Klienten, Psychiatrie Verlag, Köln.
  • Heinz Leymann: Mobbing. Psychoterror am Arbeitsplatz und wie man sich dagegen wehren kann, Rowohlt, Reinbek. Grundlagenwerk zur systematischen Herabsetzung im Beruf.
  • Bundesministerium der Justiz: Betriebsverfassungsgesetz sowie Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, amtliche Fassungen.

Dieser Artikel basiert auf etablierter Forschung zu narzisstischen Verhaltensmustern und auf Erfahrungsberichten Betroffener. Er ersetzt keine professionelle Diagnose, keine Therapie und keine Rechtsberatung. Wenn Du Dich in einer akuten Krise befindest, wende Dich an die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222.

Was denkst Du?

Kennst Du den Sonntagabend, an dem der Montag schon im Raum steht? Schreib es unten in die Kommentare, gern anonym. Es hilft anderen zu lesen, dass sie damit nicht allein sind.

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